Sommerfahrt 2010 der Sippe Wunjo nach Frankreich ins Elsass - Wandern in den Vogesen mit Tim und David und den Sipplingen: Daniel, Kai Philip, Lars, Leo und Leon

Samstag, 1.Tag

Um 8.30 Uhr trafen wir uns am Bahnhof und ich (Tim) kaufte die Fahrkarten nach Strasbourg.

Draußen trudelten die ersten Sipplinge ein und füllten, nachdem alle Rucksäcke gewogen wurden, eine der Bänke vor dem Bahnhof.

Das letzte Gruppengepäck wurde verteilt und wir liefen zu unserem Gleis, um unseren Zug nach Kassel zu erwischen.

Als wir endlich in Strasbourg ankamen, erfuhren wir, dass unser Anschlusszug nach Bars heute nicht mehr fuhr und wir uns etwas Neues ausdenken mussten. Kurzerhand entschlossen wir uns ein Großraumtaxi zu nehmen um den Tag noch nutzen zu können.

Für knappe 60 Euro wurden wir direkt nach Andlau chauffiert und machten uns nach einer entspannenden Pause an einem Brunnen auf, um unseren ersten Berg zu besteigen. Dabei ging es sofort bergauf und nach weniger als 300 Metern verteilten wir uns auf ebendiese Distanz. Schnell wurde klar, dass Leon zuviel Gruppengepäck hatte und wir verteilten etwas davon auf alle.

Viele Pausen waren nicht nötig, doch nach mehr als einer Stunde war es geschafft, und wir machten uns weiter auf in das Tal in dem Bernardville lag und durchquerten es mit Süßigkeiten im Magen. Da es schon relativ spät war, suchten wir uns nach einem weiteren Aufstieg einen Schlafplatz in der Nähe von Reichsfeld.

Während Leo und ich Spaghetti mit Tomatensoße kochten bauten die anderen die Kothe auf.

…

Wir hatten die Hitze unterschätzt und so war es selbst ohne Schlafsack und nur in Unterhosen unerträglich heiß in der Kothe.

 

Sonntag, 2.Tag

Da Lars schon seit kurz nach 6.00 Uhr wach war, standen wir alle früh auf und bauten die Kothe ab, packten die Rucksäcke und gingen nach Reichsfeld, um dort zu frühstücken. (Reichsfeld war nur etwa 300 Meter entfernt!)

Es gab Müsli mit delikatem Bio-Milchpulver, das wirklich fast nach Milch schmeckte und frisches, kaltes Wasser.

Danach ging es auf in Richtung Hohwald.

Da wir leider erst relativ spät losgingen, war es schon sehr heiß und auf dem Weg durch die Weinberge gab es keinen Schatten, sodass der Schweiß an den Gesichtern hinunterperlte.

Als wir den Wanderweg wechselten, schauten wir auf die Karte und merkten, dass die Strecke über Hohwald fast komplett in der prallen Sonne lag und so entschlossen wir uns einen weiteren aber schattigeren Weg zu nehmen.

Es ging hoch und runter und hoch und runter, und als wir noch weiter unten waren, kreuzte unser Wanderweg eine Straße, die nach Thonville führte.

Die Sipplinge waren mittlerweile sehr erschöpft und so machten wir eine Pause. Wir hatten nicht mehr viel Wasser, doch wir schlugen den längeren Weg ein um einen Schlafplatz finden zu können. Nach knappen 2 km waren alle Sipplinge dann fast am Ende ihrer Kräfte, da es durchgehend bergauf ging.

So suchten wir uns einen Schlafplatz und David ging zusammen mit Leon los, um Wasser zu holen. Eine knappe Stunde kam Davids Begleitung wieder, doch ohne Wasser. Kurzerhand schnappte ich mir den Wassersack und ging zusammen mit Leo den Weg zurück. Wir bemerkten nach einer Weile ein Haus am Wegesrand und füllten dort bei ziemlich netten Leuten Wasser auf. Es war Quellwasser und leider kein Trinkwasser. Leon hatte „Keimfrei“ dabei und so machten wir uns auf den Weg zurück zu den anderen.

Auf dem Weg begegneten wir David und Leo ging noch einmal mit ihm zum Haus. Völlig erschöpft kam ich nach einer Abkürzung (querfeldein) bei den anderen an.

Nach einer halben Stunde kamen auch David und Leo und wir hatten wieder genug Wasser, kochten eine Buchstabensuppe und schliefen unter freiem Himmel und nach einer Runde DSA ein.

 

Montag, 3.Tag

Noch vom Vortag erschöpft, schliefen wir aus und selbst Lars stand nicht vor 7.00 Uhr auf. Das war aber insofern nicht gut, da wir viel in der Sonne laufen mussten. Also liefen wir nach einer quälend langen Stunde Einpacken ohne Frühstück los, um die noch weniger heiße Zeit zu nutzen. Eine weitere Stunde später kamen wir dann endlich in Thonville an und frühstückten ein weiteres Mal Müsli.

Unsere nächste Etappe ging an der Straße entlang und war in der prallen Sonne und dementsprechend bewaffneten wir uns mit nassen Handtüchern und Mützen. Derart gerüstet machte uns die Sonne fast nichts mehr aus und wir kamen schon sehr bald in Neubois an. Dort verschwanden wir im schattig kühlen Wald auf dem Weg nach Hurst.

Da wir der peinigenden Sonne entflohen waren, kamen wir schnell voran und erreichten bald den Ort.

Unser Lager unter freiem Himmel schlugen wir in der Nähe eines Parkplatzes auf und spielten nachdem wir ein paar Mistkäfer begutachtet hatten eine weitere Runde DSA, aßen Semmelknödel in Rahmsoße und gingen schlafen.

Doch von schlafen war noch keine Rede. Ein lautes Quieken kam auf uns zu - Geraschel, Knacken, ein Grunzen! Ich klatschte in die Hände und auf einmal hörte man Gegrunze, Quieken und Wildschweine, die in Panik vor uns flohen.

Doch beruhigt waren Leo und die anderen noch nicht wirklich. Man hörte immer noch Quieken und Knacken - erst nach einer knappen Stunde schliefen endlich alle ein.

 

Dienstag, 4.Tag

„Das Leben kann so schön sein, wenn das Wetter danach ist, weil man in der Sonne seine Sorgen schnell vergisst.“

Derart motivierende Worte brachten uns dazu nach einer „erschreckenden“ Nacht das Wetter zu genießen und mehr als 1 ½ Stunden zum Einpacken zu brauchen. Als es dann so weit war, mussten noch unsere Wasservorräte (am Gasthaus) gefüllt werden und „schon“ konnten wir los.

Wir hatten uns entschlossen unsere Wanderroute zu ändern, da wir nicht so gut vorankamen wie erhofft. Im Endeffekt hieß das dann: Lagertag, wir kommen!

Das hieß aber auch, dass wir nach Selestat wandern mussten - also machten wir uns an die 11 km und liefen los.

Nach weiteren 1 ½ Stunden und einem falschen Weg kamen wir am „Montagne de Singes“ an. Wir hatten noch nicht gefrühstückt und aßen ein paar Doppelkekse und Süßes, da wir schnell durch die Sonne kommen wollten.

Ein paar Schritte später fiel David und mir auf: „Hey, hier waren wir schon einmal!“

Und während wir den Berg runterliefen, kommen die Erinnerungen an den Aufstieg des Berges, oder besser gesagt an die Qualen :-).

Kurz darauf erreichten wir Kintzheim und wir entdeckten die Eisdiele in der wir vor knapp vier Jahren waren wieder, einen Brunnen oder eine Mauer an der wir Rast gemacht hatten und Vieles mehr. So war der anstrengende Gang durch die Sonne zumindest für David und mich interessant. Völlig erschöpft erreichten wir dann endlich Selestat und suchten den Campingplatz.

Nach einem weiteren Gang durch die Sonne erreichten wir ihn letztendlich und verkrümelten uns auf das nächstbeste schattige Plätzchen.

In fast luxuriösen Duschen haben wir geduscht und hinterher bei LIDL eingekauft und Eis gegessen. Eine Runde DSA passte vor dem Schlafen noch.

 

Mittwoch, 5.Tag

- Lagertag, bei LIDL Croissants gekauft

- Cola (Freeway)

- sehr viel DSA gespielt

- noch mehr Eis!

- gechillt

- geduscht

 

Donnerstag, 6.Tag

- Aufbruch vom Campingplatz in Selestat

- verschlafen (ca. 1 Stunde), insofern ärgerlich, da wir eigentlich so schnell wie möglich nach St. Hippolyte kommen wollten

Die Wanderung nach St. Hippolyte gingen wir nach dem Frühstück auf dem Campingplatz relativ zügig an. Problematisch war jedoch die pralle Sonne in der wir auf der Landstraße Richtung Orschville wanderten.

- Ankunft in St. Hippolyte; alle sehr erschöpft, da auch in den Weinstöcken kein Schatten war

-Wasser holen (das vorhandene Wasser war piwarm geworden)

- danach Suche nach dem Rathaus/Touristinfo ohne Erfolg

- also machten wir es uns in einem Park auf einer Wiese gemütlich (Mittagessen)

- wir entschieden uns weiter in Richtung Ribeauvillé zu wandern und fanden dort an der Route einen Platz auf einer Gourmetwiese und ließen uns eine Käsepizza schmecken

- Ankündigung von Rasenmäher

 

Freitag, 7. Tag

- aufgewacht - nicht durch Rasenmäher

- schöne und schnelle Wanderung: Ribeauvillé streckte sich ewig

- DSA und Einkaufen (Geschenk des Himmels)

- Mittelalterbrot (fail) und Baguette

- Hornissenstich - Tim wurde vom biestigen Biest gestochen

- Nudelsuppe gegessen

 

Samstag, 8.Tag

- Frühstück mit geliefertem Baguette

- vieel DSA

- Fußballweltmeisterschaftsspiel Deutschland vs. Argentinien mit Flammkuchen im Lokal

- coole Straßenschauspieler

- Regen, Kothe aufbauen, Tim knechtet Sipplinge mit Blitz

 

Sonntag, 9.Tag

- notgedrungener weiterer Lagertag wegen Tim`s Stich

- heftiger Regen, deshalb DSA unter Klodach

-Wäsche waschen

- einkaufen gegangen, es war allerdings Sonntag

 

Montag, 10.Tag

Wir wollten eigentlich nur ca. 5 km bis Hunaville wandern. Wegen ausgedehnter Mittagspause entschieden wir uns weiterzulaufen. Wir liefen 15 km weiter nach Kaysersberg. Vorher bei Kientzheim Wasser geholt (Sipplinge) und Route geplant (Tim und David). Davids Schuh steckte unterwegs in flüssigem Teer.

In Kaysersberg wollten wir eigentlich noch einkaufen gehen - der Intermarché war schon geschlossen. Nach Hilfe netter Einheimischer fanden wir eine Quelle und füllten Wasser nach. Tim und David machten sich auf die Suche nach einem Schlafplatz und finden ihn auf einer Gourmetwiese. Unterwegs war das Nutella im Topf ausgelaufen. Zum Abendessen gab es Spaghetti mit Pesto und Parmesan. Die Sipplinge bauten die Kothe auf :-) - in einer Ewigkeit :-(.

Frühes Schlafengehen - Tim, Leon und David unter freiem Himmel.

 

Dienstag, 11.Tag

- nach dem Aufstehen, Baguette essen und Packen Schokotresore und Eistee gekauft

- anstrengende Wanderung von Kaysersberg nach Trois Epis

- unterwegs haben wir „saure Sachen“ gegessen

- Davids Wackelknie

- Schlafplatz auf Grasdach (Hügel, Bunker?) und Kai geknechtet

 

Mittwoch, 12.Tag

- Frühstück vor Kirche

- steile Wanderung bergab

- in Turkheim nicht vom Campingplatz akzeptiert (einer muss über 18 sein) und deshalb: Fahrt nach Colmar und weiter nach Strasbourg (dort ewiges Gelatsche zum Campingplatz)

 

Donnerstag, 13.Tag

- Rückfahrt mit dem Zug nach Göttingen