Sommerfahrt der Sippe Sicani in den Oberpfälzer Wald 2009

Am 27.6.2009 trafen wir uns um 6 Uhr am Bahnhof in Göttingen, nach der üblichen Verteilung des Gruppengepäcks fiel uns auf, dass wir kluger Weise unsere Gitarre zu Hause stehen lassen hatten. Doch zum Glück fuhr Lillis Mum noch mal zurück.

Zu siebt packten wir uns in den Zug und fuhren endlich los. Am Anfang verlief noch alles nach Plan, doch dann mussten wir an einem Bahnhof mit der Info-Säule quatschen da unser Zug nach Schwandorf nicht an Land kommen wollte. Es endete dann mit 3 Mal mehr umsteigen als geplant und einigen Passkontrollen zwischendurch, da ein flüchtiger Bankräuber gesucht wurde. Doch irgendwann sind wir dann angekommen und prompt fing es an zu schütten. Doch davon ließen wir uns nicht beirren und holten erstmal Wasser. Nachdem uns das erfolgreich geglückt war, liefen wir aus Schwandorf hinaus, wobei mindestens alle 50 Meter jemand jammerte, dass sie ja nicht mehr laufen könne.

Ca 3 Kilometer später legten wir dann auf einer Wiese eine Mittagspause ein und Lilli und ich schickten die Telefonkette rum.

Irgendwann kam ein Wald in Sicht und wir suchten dort nach einem Schlafplatz, dann wir dann auch in der Nähe eines Sees fanden. Wir kochten eine leckere Tomaten-Reis-Brot Suppe und machten noch eine kleine Abendrunde mit Gummibärchen.

 

28.6.2009

Um 2 Uhr Nachts wachte ich davon auf, dass die Kohte umgeschmissen wurde was nicht unbedingt die schönste Art ist geweckt zu werden. Da ich leider die Einzige war die davon Aufgewacht war musste ich Lilli erstmal 10 Minuten lang wachrütteln um das wieder hinzubekommen.

Um 7 Uhr klingelte dann der Wecker, doch irgendwie waren wir alle so müde, dass es wieder 5 Versuche benötigte die Anderen überhaupt aus ihrem Tiefschlaf zu bekommen. Als dann endlich nach 1,5 Stunden das ganze Gepäck verstaut war wuschen wir noch in einem Bach ab und liefen dann so gegen 9 Uhr los.

Wir wanderten nach Klardorf wo wir uns 2 Meter hinters Ortsschild packten und erstmal zu viert Wasser holten. Die Frau die uns die Tür öffnete traf uns ziemlich hart mit ihrem krassen bayrischen Akzent aber nach einigen Minuten verstanden wir sie doch einigermaßen. Sie stopfte uns die Taschen mit Schokoriegeln voll und schenkte und noch Äpfel und MezzoMix. Die 10 Euro die sie Emma in die Tasche steckte bemerkten wir erst als wir wieder bei den anderen waren. Sie hatten währenddessen von einem älteren Ehepaar was durchs Dorf radelte 5 Euro bekommen.

Wir pflanzten uns auf eine Wiese am Ende des Dorfes und frühstückten gemütlich unser Müsli. Als wir gestärkt waren ging es auf einem Weg neben der Naab weiter. Wir erreichten Katzdorf und lernten ein Lied. Da sich die Sipplinge nicht zum weiter wandern überzeugen ließen, aßen wir auch gleich zu Mittag.

Wir folgten weiter der Naab und trafen später auf einen sehr freundlichen Herrn der uns in der abendlichen Hitze überholte und uns unbedingt an einen See zum zelten bringen wollte. Da wir sowieso einen Schlafplatz benötigten willigten wir ein.

Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem toten Biber vorbei, das hat so unglaublich gestunken, da kam einem fast der leckere Schokoriegel wieder hoch. Wir erreichten den See und gingen gleich erstmal baden, da wir alle überhitzt waren.

Nachdem wir gekocht hatten bauten wir am Ufer eine perfekte Kohte auf und schliefen dann auch früh um 11 Uhr ein.

 

29.6.2009

Um halb 9 sind wir aufgestanden und nach 1,5 Stunden des Einpackens, Eincremens und Zähneputzens konnten wir dann auch endlich los.

Im Dorf trafen wir auf eine Frau die meinte sie habe uns gestern gesehen und das wir ja alle so fertig aussahen wollte sie mal horchen wies uns so ginge und empfahl uns doch den Bus zu nehmen. Wir frühstückten erstmal.

Als es dann losging, wurden wir in Ponholz von der Polizei angehalten, die die Frau aus Teublitz noch nachträglich gerufen hatte. Sie nahmen Lillis und meine Personalien auf und da die kleinen Top-Fit waren zogen sie dann auch gleich wieder ab.

In Hagenau angekommen, holten wir Wasser und aßen Mittag. Was aus einer Tüte Brot in die wir Marmelade reinkippten und Löffelten bestand.

 

Mühevoll lernten wir dann noch ein Liedchen, und liefen dann los. Ein netter Mann sagte uns, dass es bis zum nächsten Dorf bestimmt noch 3 km zu laufen wären, aber als wir am Ende dieses Dorfes ankamen konnte man schon den Anfang des Nächsten sehen.

Da die Sonne ganzschön auf uns hernieder brannte, nutzten wir den Schatten am Ortsrand für eine Trinkpause. In welcher uns leider einfiel, dass wir die Gitarre im anderen Dorf vergessen hatten *grummel*. Weil das ja auch nen bisschen komisch wäre, das jemand mal freiwillig etwas trägt ;). Zum Glück erklärten Lilli und Emma sich bereit noch einmal zurück zu laufen.

Als wir wieder alle zusammen waren, durchwanderten wir Regenstauf und steuerten auf Diesenbach zu. Wo wir uns auf eine der beiden riesigen Wiesen setzten. Wir bekamen 6 eisgekühlte Liter Saft geschenkt und trafen dann noch 2 ältere Leute die uns ihren Bungalow zum schlafen anboten, nach einiger Überzeugungsarbeit der Sipplinge nahmen wir dieses Angebot an.

 

30.6.2009

Nach dem aufstehen sind Anneke und Nina einkaufen gegangen, während die Anderen schon mal alles gepackt haben. Als wir wieder da waren, lernten wir ein Liedchen und Trällerten noch ein wenig und entbehrten nach dem Frühstück eine der heißbegehrten Gummibärchentüten und schreiben noch einen Brief für die netten Leute.

Wir starteten und wanderten immer am Regen entlang nach Edelsdorf. Wo wir eine kleine Trinkpause einlegten. Urplötzlich fing es jedoch an zu schütten und wir mussten unsere Vorlesestunde leider abbrechen und weiter ziehen. Da es auch gewitterte, hatte niemand wirklich Lust weiter zu laufen also klingelten wir an einem Haus und durften uns dort unter das Dach setzten. Wir aßen erstmal ausgiebig Mittag und lernten wieder mal ein Lied. Nachdem wir wahrscheinlich 4 Stunden gesungen hatten, wanderten wir weiter um uns so bald wie möglich einen Schlafplatz zu suchen.

Wir fanden eine wunderbare Wiese wo wir unter einigen Bäumen die Kohte aufdängelten und dann viele Spiele spielten. Nach einer weiteren Vorlesession, gingen Madita, Kira und ich Kochen. Wir fanden eine sehr nette Frau, die uns sogar noch einen halben Liter Soße dazu schenkte. Wir bedankten uns bei der netten Frau und trugen unseren Topf mit Reis, Mais, Wurst und Soße zu den Anderen.

Während des Essens plagten uns die Mücken und es wurde versucht die Planeten zu fotografieren, die sich jedoch als Dreck auf der Linse heraus stellten. Nach der Essensrunde wurden noch einige Gruselgeschichten erzählt und lustige Tänze getanzt und dann ging es ab in den Schlafsack.

 

1.7.2009

Da wir beschlossen hatten auszuschlafen, pennten wir bis halb 11, die Kleinen bauten derweil an ihren Wegen und Räumen im hohen Gras weiter. Als Lilli und Nina dann endlich aufstanden gabs Frühstück und wir liefen leider mit nur wenig Wasser weiter.

Da es mal wieder völlig viel zu heiß war, schenkte uns eine mitleidige Frau aus einer Fahrradgang die uns entgegenkam eine Apfelschorle.

Der Regen floss immer verlockend an unserer Seite und endlich kamen wir an einen kleinen Strand wo wir rasteten, Lilli und ich gingen einkaufen und Wasser holen.

Da heute Bergfest war, zauberten wir nach dem Baden auch einen wunderbaren selbstgemachten Obstkuchen hervor, was alle sehr freute.

Wir genossen den Tag am Strand und spielten, lasen vor und sangen. Am Abend kochten wir dann sehr leckeren Käsetopf und machten abendrunde bis um halb 12 nen Sicherheitstypi kam und uns netterweise nen Schlafplatz am Waldesrand zeigte, den wir eigentlich sowieso hatten nehmen wollen.

Wir bauten die Kohte auf und schliefen müde und erschöpft ein.

 

2.7.2009

Nach dem ausschlafen gestern war es heute mal wieder an der Zeit früh auf zu stehen. Also stellten wir uns den Wecker auf 5.30 Uhr. Und wanderten nach dem Einpacken auch sofort los.

 

Als wir an einer Wiese an einem Skateplatz vorbeikamen, frühstückten wir und wanderten aber schnellstmöglich weiter, da wir schnell an unserem Ziel dem Zeltplatz in Regensburg ankommen wollten.

Unterwegs verlor Elena ihren Poncho und Nina lief noch mal schnell zurück um ihn aufzusammeln. Wir erreichten um 11 Uhr den Campingplatz und schleckten zu Belohnung erstmal gemütlich ein Gruppeneis.

Wir suchten uns einen Platz aus und bauten die Kohte auf, ließen die Ponchos in der Sonne trocknen und lüfteten unseren ganzen Kram. Wir lasen und gingen einkaufen und verschlifen den restlichen Tag. Wie aßen gemütlich und trällerten noch ein wenig, was wir jedoch ein wenig einschränken mussten, da um 23 Uhr Nachtruhe war.

 

3.7.2009

Heute liefen wir in die Stadt, wir hatten die Gitarre mit und wollten unsere Gruppenkasse mit ein wenig Straßenmusik aufpäppeln.

In der Stadt trafen wir eine große Gruppe Südafrikanischer Pfadis die total nett waren und mit denen wir uns einige Zeit unterhielten. Sie machten auch einige Fotos die sie uns schicken wollten, was sie aber leider noch immer nicht gemacht haben… 

Wir sangen ca 1,5 Stunden und hatten 75 Euro zusammen, also beschlossen wir mal wieder ein Gruppeneis zu essen und uns dann noch ein wenig in der Stadt umzusehen. Der Eisverkäufer hat uns 2 Euro Rabatt gegeben und wir sind glücklich und zufrieden zum Campingplatz zurück gewandert.

Abends packten wir dann unsere Schwimmsachen und gingen in das angeblich 2. größte Spaßbad Deutschlands.

 

4.7.2009

Wir räumten alles zusammen und packten unsere Rucksäcke unter die Ponchos da es mal wieder ein bisschen regnete, und wir gingen noch schnell Nussschlick einkaufen.

Um 12 liefen wir dann los Richtung Bahnhof.

Nach einer Zugfahrt die 3 Stunden länger dauerte, und die wir mit lesen und singen verbrachten kamen wir in Göttingen an.

 

Gut Pfad

Nina