Sommerfahrt der Sippe Cheyenne auf der Fulda (2008)

Tag 1

Am Freitag den 11.07.08 trafen wir uns alle, um 10:30h am Bahnhof. Anschließend sind wir mit der Bahn bis nach Friedlos gefahren. Danach sind wir zum versteckten Schlauchboot gewandert, wo wir es dann erst mal suchen mussten. Dann haben wir das Boot aufgepumpt. Leider mussten wir dann feststellen, dass eines der Ventile undicht war. Darauf hin haben wir eine Tüte über das Ventil gezogen. Anschließend haben Joschka, Jakob und Aaron Essen und eine Dichtung für das Boot gekauft. Als sie wieder da waren haben sie das Essen unter einer Brücke versteckt um die anderen rein zulegen, dass sie kein Essen kaufen konnten.

Als wir dann mit dem Boot losgefahren, sind mussten wir erst mal die Brücke überwinden. Nach der Brücke sind wir an Land gegangen und haben uns vor einem starken Regenschauer gerettet und das Essen geholt.

Dann sind wir ca. 7 km gepaddelt, um dann unvorbereitet auf ein Wehr zu stoßen, da es nicht in unserer Karte eingezeichnet war. Das Boot ließen wir über das Wehr runter rutschen. Nun begannen wir, uns nach einem Schlafplatz umzuschauen und fanden recht bald auch einen schönen, welchen wir jedoch mit anderen Paddlern teilen mussten. Als Abendessen machten wir Käsetopf. Die andern Paddler grillten und hörten laut Musik, was uns ganz schön nervte. Als wir die Kohte aufgebaut haben, fingen die Andern an zu saufen. Wir sangen noch ein paar Lieder und legten uns dann schlafen.

 

Tag 2

Als wir aufgewacht sind, hat Jens gleich vorgeschlagen, dass wir bis um 11 Uhr schlafen wollten, faul eben.

Doch wir standen gleich auf zogen uns an und frühstückten leckeres Müsli. Anschließend packten wir unsere Sachen, pumpten das Boot auf und beluden es, das kaputte Ventil hat Joschy wieder versiegelt. Dann legten wir ab und ließen uns etwas von der Strömung treiben... wie schön!!!

Wir sind gefahren und gefahren bis wir zu einem großen Wehr kamen, zwischen durch haben wir uns von Kanus ziehen lassen. Am Wehr hat es angefangen zu pissen, wir suchten einen trockenen Platz an Land. Dann haben wir die Sachen aus dem Boot und unterhalb des Wehrs wieder eingeladen.

Dann paddelten wir weiter und machten uns auf die Suche nach einem Lagerplatz. Das Problem an der Sache war, dass es angefangen hatte zu regnen. Nach mehreren Manövern die umsonst waren, fanden wir einen schönen Platz an einem See. Wir zogen das Boot an Land und trugen unsere Sachen zum Lagerplatz. Nach dem Aufbau der Kothe und dem Abendessen machte es platsch und etwas fiel ins Wasser. Wir wunderten uns was das war und Carlo fragte plötzlich, wo ist denn Aaron? Dann strampelte es auch schon im Wasser und Aaron tauchte wieder auf, wir zogen ihn aus dem Wasser und lachten über den stummen Tauchgang.

 

Tag 3

Um 11 Uhr er wachte ich und alle bis auf Jens waren schon wach. Das Wetter draußen war genau so grau wie die letzten Tage auch schon. Deshalb waren wir alle nicht sehr motiviert aus dem Schlafsack zu kriechen. Schließlich schafften wir es doch auf zu stehen und gingen erst mal FKK baden und uns gründlich zu waschen. Anschließend stärkten wir uns mit Müsli und Apfelmus. So voll gegessen sehnte sich Aaron mal wieder nach dem Seewasser, jedoch diesmal ging es nur für die Füße baden.

Unser Boot beluden wir nun wieder einmal und kamen schließlich um 15 Uhr los. Auf dem Wasser ruderten wir und ruderten und kamen zu einen Wehr! Zum Glück gab es diesmal eine Schleuse, so dass wir nicht wieder unser Boot herumtragen mussten. Die Schleuse nutzten wir also und hatten dabei sehr viel Spaß. Nach der Schleuse fuhren wir noch ein Stück und suchten uns einen schönen Schlafplatz. Wir fanden eine schöne Wiese, doch mussten wir noch Wasser holen, dafür setzten wir Jens und Carlo ab, die ein nahes Dorf aufsuchten und wir bauten die Kothe auf. Als die Wasserholer wieder kamen, gab es essen und wir machten eine schöne Abendrunde mit leckerem Vanillepudding (Rumpuddingen), Erdnüsse und Tee.

In der Kothe hab ich noch etwas vorgelesen bis alle ein geschlafen sind, bis auf Aaron.

 

Tag 4

Am Morgen sind wir wieder mit dem Boot von Beiseförth bis Neumorschen gepaddelt. Da sind wir dann zum Edeka einkaufen gegangen, wo Aaron und Jens eine wunderbare Babyspieluhr für Carlo gesehen haben. Dann sind wir an einer Schleuse vorbei gekommen wo unser Können wieder einmal gefordert war. Auf der Weiterfahrt beschlossen wir die Nacht durch zu paddeln. Um 21 Uhr gingen wir an Land um unsere leider etwas misslungene Käsepizza zu essen. Dann haben wir unser Boot für die Nacht vorbereitet, Nachtwachen eingeteilt und sind ein letztes mal aufs Klo gegangen. Während der Nachtwachen geschah nichts weiter Spektakuläres abgesehen davon, dass wir einige Male in die Büsche am Ufer trieben und Joschy nur 4 Stunden die Nacht geschlafen hat.

 

Tag 5

Um 9 Uhr stiegen wir in einem gewissen Guxhagen aus dem Boot um zu Frühstücken, uns zu waschen und das Boot umzupacken. Danach dümpelten wir weiter Richtung Kassel. Da es heute so heiß war, dass wir nicht paddeln wollten, kamen wir nur sehr schleppend voran und sprangen hin und wieder auch mal ins kühle Nass der Fulda. In Kassel angekommen, suchten wir einen Campingplatz. Dann gingen wir in die Stadt und Joschy löste seine Wette ein und kaufte jedem 3 Kugeln Eis.

Auf dem Rückweg gingen wir durch den Karlsauepark und an einem Einkaufladen vorbei um unser leckeres Bergfestessen zu kaufen - es gab Würstchen mit Kartoffelsalat.

Nach leckeren Pudding und einigen Liedern gingen wir zu Bett und schliefen recht bald ein.

 

Tag 6

Am morgen standen wir um 11 Uhr auf (außer Carlo der Brötchen holte). Dann nach großen Aufwand und Überwindung sich aus dem Schlafsack zu schälen, frühstückten wir. Nach dem wir uns alle gewaschen hatten, sprinteten wir im Nieselregen zum Bus, der uns zum Herkules chauffieren sollte. Nach einer halben Stunde und einmal umsteigen kamen wir am Fuß des Herkules an. Mittlerweile wurde der Regen langsam doller. Nach langen warten gingen die Wasserspiele los.

Wir wurden nun sehr schnell nass, doch nicht von den Wasserspielen, sondern vom immer stärker werdenden Regen. Noch vor dem Ende der Wasserspiele fuhren wir genervt zum Campingplatz zurück, dort wuschen wir unsere Kleidung. Dann fuhren wir mit der Straßenbahn und einem Bus zum Aqua-Park Kassel, dort schwammen, sprangen und prügelten wir uns mit Bär, dann fuhren wir zum Campingplatz zurück. Dann kochten wir noch vier verschiedene Suppen und gingen schlafen.

 

Tag 7

Um 9 Uhr klingelte der Wecker, wir begannen langsam aufzustehen, wir aßen lecker Brötchen, packten unsere Sachen und holten unsere sauberen Sachen aus dem Trockner. Dann gingen Jens Jakob und Carlo einkaufen. Aaron und ich bauten die Kothe ab. Als wir begannen das Boot zu beladen, kamen die Einkäufer zurück und erzählten, dass sie keine Streichhölzer bekommen hatten. Zum Ablegen kamen noch die FMPler und ein Alt-Pfadfinder zur Verabschiedung.

Die nächsten 4 Stunden trieben wir durch Kassel. Nach 2 Stunden kamen wir zu einem großen Wehr, mit einem Typen, der es bediente und uns anmachte, da wir über die Anlage liefen.

Um 18 Uhr fragte ich die Einkäufer, ob sie das Kartoffelpulver für das Abendessen mit gebracht hatten. Da merkten wir, dass wir nichts mehr für unser Abendessen hatten. In der Hoffnung noch einen Laden zu erreichen fuhren wir in den nächsten Ort. Da es jedoch keinen Laden gab, mussten wir schnorren gehen. Mit ein paar Gramm Nudeln im Gepäck fuhren wir noch einen Kilometer und kochten dann unter einer Eisenbahnbrücke unser Abendessen. Da es so schön war blieben wir dort auch für die Nacht.

 

Tag 8

Als wir am Morgen aufgestanden sind, haben wir gefrühstückt und sind schnell weiter gepaddelt, später sind wir an ein elektrisches Wehr angekommen. Das Wehr mussten wir selbst bedienen mussten.

In Sperle wollten wir beim einzigen Laden Döner kaufen, doch es gab leider nur Currywurst oder Schnitzel mit Pommes. Wir aßen also heute mal ganz unpfadfinderisch und dem entsprechend nicht so lecker. Da das nächste Wehr uns nicht mehr talwärts schleuste beschlossen wir in der Nähe zu schlafen.

Doch etwas Warmes gab es nicht mehr. Schlafen konnte Bär erst spät, da Aaron nicht einschlafen wollte.

 

Tag 9

Am Morgen gab es nur einen Rest Müsli, da wir nun schon seit zwei Tage nicht mehr Einkaufen waren. Nun machten wir uns heute sehr schell auf den Weg nach Hann Münden und das erreichten wir auch innerhalb von drei Stunden. An gekommen in Hann Münden verlor ich das Paddel und wir mussten uns tierisch anstrengen das Paddel noch zu retten. Auf dem Campingplatz bauten wir die Kothe schnell auf und packten das Boot in das „Taxi“ welches Bär organisiert hatte. Alle bis auf Bär gingen einkaufen. Danach gingen Bär und Jakob zum Bahnhof um die Heimfahrt zu planen.

Nun wollten wir eigentlich die Stadt besichtigen, doch da es nun regnete wie aus Eimern. Also spielten wir im Zelt Karten und lasen weiter in unserm Buch.

Zum Essen gab es heute Kartoffelbrei mit Bohnen und Röstzwiebeln.

 

Tag 10

Heut ging es nach Hause. Um 9 Uhr standen wir auf und packten schnell unsere Sachen, da es sehr nach Regen aussah. Kaum hatten wir unsere Sachen gepackt, begann es auch schon wieder wie am Vortag zu regen.

Durch den Regen eilten wir zum Bahnhof. Da wir eine Stunde früher ankamen fuhren wir nun schon nach Göttingen.

In Göttingen spielten wir noch einige Runden Karten und verknipsten den letzten Film. Nach dem Abschlusskreis ging es dann für alle in verschiedene Himmelsrichtungen.