Sommerfahrt der Gruppe Tuscaroa in das Berchtesgadener Land (2001)

Wie geplant trafen wir uns um 11:30 h am Bahnhof und traten unsere achttägige Sommerfahrt an. Nach einer achtstündigen Zug Fahrt erreichten wir Berchtesgaden den Ausgangspunkt unserer Wanderetappe. Dort angekommen machten wir erst einmal eine kleine Austob-Pause auf einem Spielplatz, um uns darauf auf den Weg nach Bad-Reichenhall zu machen.

Es wurde schnell dunkel und da wir von der Zugfahrt geschafft waren, entschlossen wir uns in dem nahe gelegenen Wäldchen die Kohte aufzuschlagen.

Als die Kohte stand wurde erst einmal Feuer gemacht und etwas gegessen. Da uns die Müdigkeit langsam aber sicher überkam sangen wir noch ein paar Lieder und legten uns daraufhin in die Schlafsäcke, um für den darauf folgenden Tag fit zu sein.

Als wir nach einem erholsamen Schlaf erwachten, gingen einige von uns zurück nach Berchtesgaden, um Milch fürs Frühstück zu kaufen. Der Versuch beim Bauern scheiterte leider, da die Bauern wegen der derzeitigen BSE-Krise keine Milch direkt vom Hof verkaufen durften. Also mussten wir wohl oder übel die Milch bei einem Supermarkt kaufen.

Nachdem wir nun endlich wieder bei der Kohte wahren, gefrühstückt und gepackt hatten konnten wir unsere Wanderung Richtung Bad Reichenhall beginnen.

Wir wanderten etwa bis um drei Uhr als wir einen Wasserfall erreichten, der uns gerade dazu einlud eine Kleine Dusche zu nehmen. Da das Wetter, das morgens noch etwas regnerisch war, sich aufgelockert hatte und die Sonne nun schien, entschlossen wir uns eine Dusche zu nehmen.

Nach einer ausgiebigen Pause ging es dann weiter; wir beschlossen noch bis zum nächsten Ort zu wandern und uns dort in der Nähe einen Lagerplatz für die Nacht zu suchen.

Dieser war bald erreicht und nach einem leckeren Essen spielten wir noch eine Runde

A-Zerlatschen und vielen todmüde in unsere Schlafsäcke.

Heute wollten wir bis Bad Reichenhall kommen. Um das zu schaffen standen wir schon früh auf und machten uns bald auf den Weg. Gegen Abend ereichten wir es und gönnten uns erst einmal ein Eis. Da etwa einen Kilometer von Bad Reichenhall der Saalachsee ist machten wir uns dorthin auf, um hier einen Lagerplatz für die Nacht zu suchen und am Sonntag einen Lagertag am See zu machen. Wir fanden oberhalb des Sees eine geeignete Stelle und bauten die Kohte auf. Doch lange sollten wir dort nicht ungestört bleiben da kurz nach dem wir die Kohte aufgebaut und schon Feuerholz gesammelt hatten der Besitzer des Grundstückes kam und uns unseren Schlafplatz streitig machte. Mit all unseren Überredungskünsten schaften wir es ihn dazu zu bringen das wir wenigstens noch übernachten durften. Leider blieb das Feuer aus und wir mussten unser Abendessen und unsere Abendrunde ohne Feuer gestalten.

Den Lagertag verbrachten wir an dem See, mit schwimmen, singen, spielen, essen und einfach nur rumdösen und Nichts tun.

Es war Zeit aufzustehen und für die nächsten drei tage Essen zu kaufen. Als das getan war und das Essen verstaut war, setzten wir unsere Wanderung fort. Zuerst die Saalach flussaufwärts, um dann in einem Bogen zurück nach Bad Reichenhall zu wandern.

Am darauf folgenden Tag legten wir die letzten Kilometer zurück und beendeten den Wanderteil der Fahrt und fuhren mit dem Zug nach München.

In München suchten wir einen Campingplatz auf, um von dort aus München zu erkunden.

Als erstes besichtigten wir das Deutsche Museum, dazu benötigten wir fast den ganzen Tag, so dass es sich nicht mehr lohnte noch etwas anderes anzusehen. Also entschlossen wir uns zum Campingplatz zurück zu Fahren und in der Isar, die direkt neben dem Campingplatz vorbei floss ein Bad zu nehmen und uns in der nachmittaglichen Sonne noch ein wenig zu bräunen.

Am letzten Tag gingen wir noch in den Münchner Tierpark und genossen dannach unseren letzten Fahrtenabend, mit singen, einem besonders leckeren Abschlussessen und einigen Spielen.

Wir freuten uns schon auf den nächsten Tag; wieder nach Hause zu kommen, andererseits hieß es auch gleichzeitig Abschied nehmen von München und den Alpen, die so Geheimnisvoll und mächtig erscheinen, dass sie in uns einen unvergesslichen Eindruck an eine schöne Sommerfahrt in unseren Erinnerungen hinterließen.

 

Tuscaroa Juli