Osterfahrt der Hohenstaufen nach Mallorca

Wir haben den Weg verloren

Teilnehmer: Juli, Joschy, Moritz, Lyonel, Lennart,Simon und Marcel

 

 

Am 5. April war es endlich so weit, am Morgen trafen wir uns, wie es bei jeder Großfahrt üblich ist am Göttinger Bahnhof. Doch wir sahen nicht einer langen Bahnfahrt entgegen, sondern unser Weg führte uns direkt auf den Flughafen Dortmund, von wo aus wir am Abend nach Palma de Mallorca flogen. In der Nacht kamen wir dann endlich auf dem Flughafen außerhalb von Palma an; die heiß erwartete Fahrt konnte beginnen! Doch Halt, Stopp wo lang? Nach einem längeren Fußmarsch schliefen wir letztlich dreist auf einem Feld in einem Privatgarten, was zur Folge hatte, dass wir am nächsten Morgen lautstark vertrieben wurden.

Unser Weg führte uns Richtung Nord durch eine Vielzahl von kleinen Dörfern zu den am Horizont sichtbaren Bergen im Westen der Insel. Obwohl es erst April war, machte uns sie Hitze besonders an unseren ersten Wandertage in der Tiefebene zu schaffen. Vom Charme der Landschaft inspiriert wuchs unsere Vorfreude auf die kommenden Fahrtentage von Stunde zu Stunde. Bereits nach einigen Tagen hatten wir die unerwartet vielfältige Bergwelt Mallorcas erreicht. Schnell Erkannten wir die Ungenauigkeit und Falschheit unserer Wanderkarte, jedoch erreichten wir trotz Umwegen immer wieder unser Etappenziel. Die Wanderung ging begleitet von einigen Protesten zügig voran, so dass wir bereits nach einer Woche an einem Stausee unterhalb des Puig Major unseren ersten Lagertag einlegten. Mit dem Überschreiten der 1000 Metermarke verschlechterte sich das Wetter schlagartig und der vorangegangene Sonnenschein wurde von Nebel und zeitweiligem Regen abgelöst. Nach den schönen und kräftezehrenden Wandertagen im Gebirge beschlossen wir durch eine Schlucht ans Meer zu gelangen. Doch das Unterfangen gestaltete sich schwieriger als geplant. Auf nicht existierenden Pfaden irrend, fanden wir letztlich durch den Tipp von ein Paar Einheimischen einen teilweise riskanten Weg in die Schlucht. Doch was uns in der Schlucht erwartete war nicht viel besser

und die letzten 3 Kilometer bis zum Meer bestanden aus tollkühnen Kletterpartien und Sprüngen von Felsbrocken zu Felsbrocken. Mit zerschundenen Füßen und zerkratzten Beinen erreichten wir dann doch das langersehnte Meer.

Von nun an ging es gemächlich weiter, wir trampten nach Sóller, eine kleine Hafenstadt, und verweilten dort erst mal einige Tage. Unser nächstes großes Ziel war Palma, von wo aus Juli einige Tage vor uns am 21. abfliegen sollte und so wanderten und trampten wir auf mallorkinischen Pfaden der Hauptstadt entgegen um letztlich mit einer alten Schmalspurbahn mitten in deren Zentrum zu landen. Die letzten Tage relaxten wir am Strand und kamen somit gut erholt am ersten Schultag auf dem guten alten Göttinger Bahnhof an.

Marcel