Ein Erlebnis

Tobi Körner unser langjähriger Stammesleiter

Impression vom Winterlager; geschildert von T. Körner

 

Es war so etwa gegen 23.00 Uhr, als wir das schützende Warm unserer Berghütte verließen und uns mit Schlitten bewaffnet auf den Weg zur Oberhütte machten. Die Nach war klar und die Sterne funkelten über uns am Firmament. Das Licht, das sie ausstrahlten, reichte jedoch nicht, um sich in der Tags zuvor getretetenen Spur zu halten. Man trat immer wieder fehl und versank in dem 1.20 m tiefen Schnee. So lag es auf der Hand, eine Petrolampe mitzunehmen und das taten wir auch.

Vor sich die flackernden Schatten der anderen und hinter sich das vor Licht glitzernde Tal, stampfte man den steilen Pfad zur Oberhütte empor. Es war zwar kein langer, aber doch beschwerlicher Weg zum Ziel. Als wir es erreicht hatten, bewunderten wir den Anblick des Tals und des überragenden Sternenhimmels. Doch schon bald kroch der eisige Wind unter die Klamotten und wir begaben uns an den Anfang des Hanges. Eins, zwei , drei und los!

Mit atemberaubender Geschwindigkeit glitten die Kufen über die dünne Eisschicht auf der Schneedecke den Hang hinunter. Gesehen hat man nichts, und so hieß es nur festklammern und auf ein gutes Ende hoffen.

So kamen wir auch mit einigen blauen Flecken und der Erinnerung an den Blick von der Oberhütte und den Gefühlen, die man auf den Schlitten erlebt hatte, wieder an der warmen Hütte an.

 

Tobi Körner