Anekdote zum Gesang deutschen Pops aus schwedisch- türkischem Munde

Wir waren nun endlich in Göteborg angekommen und machten es uns so gut es ging in der Bahnhofshalle bequem. Während wir Karten spielten und uns die Zeit vertrieben, kamen immer mehr Menschen durch den Bahnhof, da in der Nähe ein Konzert stattgefunden hatte.

Die meist jugendlichen Personen schauten uns zwar immer neugierig an, gingen dann aber weiter. Zwei Schweden türkischen Ursprungs aber, die schon etwas in den fröhlichen Genus des Alkohols gekommen waren, blieben stehen, um mit uns etwas Konversation zu treiben. Sie hatten wohl mitgekriegt, dass wir aus Deutschland kommen, jedenfalls stimmten sie sogleich mit türkischem Dialekt „Einszwei Polizei“ an. Auch der Ausdruck unserer Mimik, dass wir weder die Anwesenheit noch ihre Deutschkenntnisse besonders schätzten, konnte sie nicht daran hindern auch noch Blümchens „Heut is mein Dag“ zu lallern. Weil wir uns aber gänzlich unbeeindruckt zeigten (oder weil wir uns die Ohren zuhielten) suchten sie kurz danach das Weite.

 

Henning