Die Fahrt setzte einigen körperlich und vor allem mir, da ich im Voraus sehr gewachsen bin, ziemlich zu. Meine Knie taten mir seit dem Ende der 1. Etappe weh, ich will ja nicht jammern aber es ging sogar soweit, dass ich während der 1. Schulwochen kaum die Treppen hochgehen konnte und es runter noch schlimmer war, ich ging die Treppen immer etwas schräg hinunter und humpelte dabei.

Das 1. Mal bemerkte ich es in Sulitijelma. Wir mußten um in das im talgelegene Dorf zu gelangen eine Serpentine hinuntergehen. Es hatten sich 2 Gruppen gebildet und wir veranstalteten eine Art Wettrennen. Nicht nur daß wir so blöd waren den Schotterweg hinunter zu rennen, nein wir stolperten auch die steilen Abhänge herab, um uns einen Vorsprung zu verschaffen. Nach eineinhalb Stunden waren wir endlich im Dorf angelangt und einigen von uns taten die Knie richtig weh.

Noch bescheuerter waren wir, als wir in der 2. Etappe einen Kothentag wegen des schlechten Wetters einlegten. Als wir dann am nächsten Tag weiter wandern wollten, kamen wir nur mühsam voran. Die Knie schmerzten höllisch und wir hatten sie nicht mehr unter Kontrolle.

 

Am schlimmsten waren die Bahnhofstreppen! Wir müssen, wie wir versucht haben schwer bepackt die Treppen hinauf bzw. hinab zu gelangen, lächerlich ausgesehen haben. Verwahrloste Kreaturen die sich am Geländer festklammern oder mit schmerzverzerrtem Gesicht langsam voran humpeln.

Aber das sind eben die Qualen die ein Pfadfinder/Mensch auf sich nehmen muß, wenn er die schönsten Ereignisse seines Lebens machen will.

 

Marcel