Lektüre auf der Lapplandfahrt 99

Kurz bevor die Stammesmannschaft der Hohenstaufen nach Lappland aufbrach, entdeckte ich, genauer gesagt meine Mutter im Zeitschriftenladen ein Buch vom dem sie glaubte, es würde uns viel Spaßbringen und sowieso gut zu uns passen. Es trug den schönen Titel "Das ultimative Handbuch des nutzlosen Wissens" von Hanswilhelm Hhoefs.

Der Titel war dann auch Programm und so viel es meiner Mutter auch nicht schwer mich davon zu überzeugen, dass dieses Buch mit nach Lappland müsse. Und so brach schon nach wenigen Minuten im Zug eine richtige nutzloses Wissensgier bei uns aus. Jeder wollte nun endlich wissen, was keine Sau interessierte. Doch um einen guten Eindruck zu vermitteln mit welchem weltbewegenden Tatschen wir konfrontiert wurden, ist es wohl am besten, wenn ich einfach ein paar Textstellen zitiere, aus diesem Meilenstein der Literatur. Das Buch ist eingeteilt in 8 Kapitel, die sich mit der Erkenntnissen aus den Bereichen der Geschichte, der Ethnologie oder der Theologie befassen. Hier nun einige Beispiele aus diesem 312 Seiten starken Werk.

Zu Kapitel 1- Von den geheimsten Geheimnissen der Natur.

Wussten sie schon, dass Bienen um ein Pfund Honig zu produzieren rund 2.000.000 Blüten anfliegen müssen. Oder das Grillen mit den Knien hören. Es faszinierte mich auch zu erfahren, dass Giraffen nicht husten können und das 1986 gar jeder 32 Briefträger vom Hund gebissen wurde.

Im Kapitel Von den Völkern.... erfahren wir, dass jeder Mensch auf Erden im schnitt zwei Moleküle des letzten Atems von Julius Caesar besitzt und das es in Rom um 315 n. Chr. sage und schreibe 144 Toiletten gab.

Und es versetzte mich auch in Staunen, als ich in späteren Kapiteln erfuhr, dass sich laut US-Lebensmittelbehörde nicht mehr als 30 Fliegeneier in 100g Tomatenmark befinden dürfen oder das statistisch gesehen Todesfälle durch Flugzeugabsturz seltener sind als durch Eselstritte.

Es werden in diesem Buch allerdings auch wirklich im höchsten Masse philosophische Lebenshilfen und Tatsachen vermittelt, die einen immer schon bewegt haben. Auf Russisch Geschäfte machen heißt eine Kiste Wodka klauen, sie schnell verkaufen und den Erlös versaufen. Näher betrachtet sind auch unbekannte Künstler unerträglich.

Hunde die Bellen beißen nicht. Man muss Nichtstun nicht tun, sondern nicht tun.

Heute ist der erste Tag vom Rest ihres Lebens.

Ich hoffe, man kann uns jetzt verstehen was uns an diesem Buch so fasziniert hat.

 

Chrico